Anni Winters Geschichte

PortraitAls es eines morgens im März 1944 an der Türe klingelte, wußte Frau Leni Winter, worum es ging. Zwei Männer teilten ihr mit, ihr Mann Willi sei in Süditalien den Heldentod gestorben. Ein paar Monate später brachte sie ein Mädchen zur Welt. Für die kleine Anni sollten viele Jahre vergehen, bis sie ihrem toten Vater näher kam. Vor etwa 20 Jahren richtete die Schwester des Vaters eine Anfrage an das Rote Kreuz. Dieses wandte sich an die Kriegs-gräberfürsorge. Bald war Willi Rileits Grab im fernen Italien gefunden und identifiziert. Anni Winter erfuhr über die Bundeswehr von der Existenz der Dt. Monte Cassino Vereinigung und wurde an deren Vorsitzenden Ernst Krug verwiesen. Mit ihrem Mann schloss sie sich der Reisegruppe an, die zu den 70Jahrfeierlichkeiten nach Cassino fuhr. Auf dem Deutschen Soldatenfriedhof stand Anni Winter zum ersten Mal am Grab ihres Vaters. Berufssoldat Willi Rileit, Feldwebel in einem Fallschirmjägerregiment, Inhaber des Kriegsdienstkreuzes 2. Klasse mit Schwertern und der Afrikamedaille, gefallen in Cassino am 22.März 1944, kämpfte in Frankreich, Griechenland, Italien, Nordafrika und Rußland. Am 20.Mai 2014 gedachte eine Abordnung mit Fahne der Deutschen Monte Cassino Vereinigung gemeinsam mit seiner Tochte des gefallenen Cassinokämpfers auf dem Deutschen Soldatenfriedhof in Caira.

Am Grab