Geschichte (Chronik)

Bereits kurz nach Kriegsende nahm Oberst Böhmler, der Verteidiger des Klosters Montecassino während der letzten Cassinoschlacht, Verbindung zu seinen ehemaligen Gegnern auf, um ein gemeinsames Veteranentreffen mit dem Ziel einer Versöhnung über den Gräbern herbei zu führen.
Aber es vergingen noch viele Jahre bis zum ersten Zusammentreffen der ehemaligen Feinde in Cassino.
Zwar fanden internationale Zusammenkünfte statt, und auch Freundschaften zwischen ehemaligen Gegnern wurden geschlossen, aber erst im Jahre 1960 kam es zum ersten gemeinsamen Gefallenengedenken in größerem Rahmen. Teilnehmer an dieser ersten Versöhnungsfeier waren Montecassinokämpfer aus Frankreich, England, Polen und natürlich Deutschland.
Im Jahre 1968 verstarb Oberst Böhmler. In seiner Nachfolge vertrat in den folgenden Jahren Günter Räbiger im Auftrag des Bundes Deutscher Fallschirmjäger die deutschen Veteranen bei den jährlichen Gedenkfeiern im Mai in Cassino.
Die Gedenkfeier zum 30. Jahrestag der Schlacht von Monte Cassino wurde unter Leitung, von Joseph Klein von der Gemeinschaft der Fallschirmpioniere ausgerichtet und organisiert.
Diese Feier wurde zum bis dahin größten Zusammentreffen ehemaliger Cassinokämpfer:
Aus 32 Nationen kamen über 30 000 Veteranen, um ihrer Toten zu gedenken und sich mit ihren ehemaligen Feinden zu versöhnen.
Nach diesem großen Erfolg  im Mai 1974, gründete Jupp Klein die Deutsche Monte Cassino Vereinigung und wurde deren Vorsitzender.
In den darauffolgenden Jahren fanden viele gemeinsame Gedenkveranstaltungen statt. Besonders erwähnenswert ist das 50.jährige Gedenken, bei dem an alle Teilnehmer und Cassinokämpfer eine Gedenkmedaille verliehen wurde.
Die Gedenkfeier zum 60.Jahrestag war ebenfalls ein Höhepunkt, aber der 65.Jahrestag mit der Teilnahme des heiligen Vaters Benedikt XVI, war die bisher wohl beeindruckendste Veranstaltung.
Viele junge Menschen nahmen teil, für die das Wort Montecassino bereits eine hohe Bedeutung hatte oder spätestens jetzt bekam. Leider wurde aber auch sehr deutlich, dass die Zahl der teilnehmenden Veteranen aus biologischen Gründen zwangsläufig immer kleiner wird.

Um so wichtiger ist es, dass die Erinnerung an diese Schlacht der Völker nicht verblasst, und dass das Gedenken an die Opfer, die auf den Ehrenstätten in Cassino, oder auf den Kampfstätten ringsumher ihre letzte Ruhe gefunden haben, nicht aufhört.
Dafür möchte die DMCV sorgen.

Es endet auch nicht die symbolische Bedeutung des heiligen Berges Montecassino, auf dem das älteste europäische Kloster der Christenheit durch einen militärisch sinnlosen Akt zerstört wurde, einen Akt der Barbarei, der der Welt auch in Zukunft als Mahnung zum Frieden in Erinnerung bleiben sollte.

Am 06.09.2009 habe ich  (Ernst Krug) von Joseph Klein die große Aufgabe übernommen, die zur Tradition gewordenen Veranstaltungen weiter zu führen.